Medikamentenentwicklung

Neue Wirkstoffe für die Hirntumortherapie

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Neue Wirkstoffe für die Hirntumortherapie.

Die Bekämpfung von Krebs ist eine der wesentlichen Herausforderungen für die moderne Medizin. Mit zunehmender Bösartigkeit der Erkrankung wird die Therapie verkompliziert. Tumorzellen können adaptieren und werden somit selbst gegen maßgeschneiderte Therapien Resistenzen entwickeln. Tumorzellen stellen sich außerdem heterogen dar, d.h. sie sind vielfältig und zeigen nicht das gleiche Ansprechverhalten auf Standardbehandlung. Ein diffuses Wanderungsverhalten bösartiger Tumorzellen potenziert die Problematik, vor allem im Gehirn. Sie durch eine Operation vollständig zu entfernen ist daher nicht möglich. Die verbleibenden sogenannten Residualen Tumorzellen1 können dann trotz Chemotherapie und Bestrahlung wieder zu einem neuen Tumorwachstum führen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Patienten-nahe Modellsysteme2 konsequent und pragmatisch zu nutzen. Einer unserer innovativen Forschungsansätze3 hat zur Etablierung einer Technologieplattform geführt, die sich ganz auf die Erforschung Residualer Tumorzellen konzentriert, um neue Wirkstoffe für die Hirntumortherapie zu entwickeln. Ein weiteres wesentliches Interesse unserer Aktivitäten ist die Etablierung moderner Biomarker zur Vorhersage des klinischen Verlaufs von Hirntumorerkrankungen.

Geförderte Projekte.

Projekt-assoziierte Mitarbeiter.

Prof. Dr. med. Björn Scheffler
Direktor DKTK-Neuroonkologie

Dr. rer. nat. Shruthi Prasad
Senior Medical Scientist, DKTK-Neuroonkologie / Medikamentenentwicklung

Mihaela Keller
Ltd BTA,
DKTK-Neuroonkologie / Medikamentenentwicklung

Dr. med. Sied Kebir
Clinician Scientist, Abteilung Klinische Neuroonkologie / Translationale Klinische Studien

Prof. Dr. med. Martin Glas
Leiter Abteilung Klinische Neuroonkologie

Literatur, exemplarisch.

1. Glas M, Rath BH, Simon M, Reinartz R, Schramme A, Trageser D, Eisenreich R, Leinhaas A, Keller M, Schildhaus HU, Garbe S, Steinfarz B, Pietsch T, Steindler DA, Schramm J, Herrlinger U, Brüstle O, Scheffler B (2010) Residual tumor cells are unique cellular targets in glioblastoma. Ann Neurol 68(2): 264-9.

2. Wieland A, Trageser D, Gogolok S, Reinartz R, Höfer H, Keller M, Leinhaas A, Schelle R, Normann S, Klaas L, Waha A, Koch P, Fimmers R, Pietsch T, Yachnis T, Pincus D, Steindler DA, Brüstle O, Simon M, Glas MScheffler B(2013) Anticancer effects of niclosamide in human glioblastoma. Clin Cancer Res 19(15):4124-36.

3. Scheffler B, Simon M, Brüstle O, Herrlinger U, Glas M: Peripheral zone tumor cells, methods for their preparation and use: EP2324111 (2013); AU 2009291203 (2015); USPTO 9,103,819 (2015)